still Die Serie „still“ beschäftigt sich mit dem Schaffen und Verändern von unwirklichen Räumen und Raumbeziehungen, die sich durch alltägliche Materialien bilden. Dadurch entstehen temporäre und zerbrechlich wirkende Räume und Momente.
Die Bilder zeigen sowohl Inszenierungen in der Landschaft, wie auch im Raum.
Durch die Aufteilung der Serie in zwei Bildstrecken werden Innen- und Außenraum zusammengebracht. Zum einen trifft in den Aufnahmen im Wald semi-transparente Plastikfolie auf eine natürliche Umgebung. Hierdurch verpacke und schaffe ich durch das Material Raum in der unbegrenzten Natur. Der zweite Teil der Serie findet im bereits begrenzten Raum eines leeren Zimmers statt. Innerhalb dieses vorgegebenen Raumes lasse ich durch den Einsatz von Wolle und Papier wiederum neue Räume entstehen. Das Verbundstück beider Teilserien ist neben dem Schaffen von Raum, auch das transparente Weiß, welches sich einerseits durch die sich auflösende Materialität zeigt. Auf der anderen Seite wirken die hellen Aufnahmen, als würde man durch die Milchigkeit der Plastikfolie schauen.
In meiner Arbeit entstehen temporäre und zerbrechlich wirkende Räume und Momente. So versuche ich Fragen zu klären, wie zum Beispiel, wo der Raum aufhört und etwas neues anfängt, welcher Raum die Natur umgibt oder wo der richtige Platz ist.
Für die Inszenierungen verwende ich einfache Materialien, die in fast jedem Haushalt zu finden sind und die dort nicht mehr als ihren Zweck erfüllen, ohne weitere Beachtung zu finden. Frischhaltefolie, Wolle, Mülltüten oder Papiertaschentücher nehme ich in den Aufnahmen ihren zweckgebundenen Einsatz. Dadurch werden die im Alltag blinden Flecken sichtbar gemacht und zum Teil einer wankenden Skulptur.







